Schaublatt Pflege – die Staude benötigt nicht viel

Schaublatt Pflege – die Staude benötigt nicht viel

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Pflanzenkrankheiten können ihr so gut wie nichts anhaben und auch geschnitten werden muss die Staude nur selten. Das Schaublatt ist recht pflegeleicht.

Schaublatt Pflege
© LianeM – Fotolia.com

Als anspruchslose Staudenpflanze fühlt sich das Schaublatt (Rodgersia) in beinahe jedem Garten wohl. Dabei wächst die im Himalaya beheimatete Pflanze auch dort, wo vielleicht bislang das Beet noch brachliegt, weil einfach zu wenig Sonne darauf fällt. Schaublätter lieben einen schattigen Standort und wachsen auf Wuchshöhen von mehr als einem Meter heran. Die Pflanzen blühen zuverlässig und sorgen damit für hübsche Farbtupfer im sommerlichen Gartenbeet. Worauf es bei der Pflege des Schaublattes weiterhin ankommt, kann hier nachgelesen werden.

Schaublatt richtig gießen

Das Gießen darf beim Schaublatt nicht vernachlässigt werden. Die Pflanzen besitzen einen recht hohen Feuchtigkeitsbedarf. Sorgen Sie also dafür, dass der Boden nicht austrocknet. Dies kann an heißen Sommertagen bedeuten, dass sie mehrmals am Tage zur Gießkanne greifen müssen. Der Boden sollte also feucht, aber nicht durchdringend nass erscheinen. Wer es mit dem Gießen übertreibt, riskiert, dass sich die Feuchtigkeit im Boden staut, statt abzufließen. Im Boden entsteht dann Staunässe, welche das Schaublatt nicht verträgt. Kommt es zur Wurzelfäule, sind die Pflanzen meist nicht mehr zu retten.

Schaublatt richtig düngen

Die Ansprüche an den Boden sind nicht sehr hoch. In den Gebirgsregionen des natürlichen Verbreitungsgebietes herrschen eher karge Böden vor. Mit herkömmlicher Gartenerde kommen die Pflanzen gut zurecht. Wichtig ist, das Substrat vor der Pflanzung aufzulockern. Dies kann durch die Beimischung von grobem Kies oder Sand geschehen.

» Tipp: Regelmäßige Kompostgaben versorgen die Pflanze mit natürlichem Langzeitdünger.

Der Boden sollte immer eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen. Wer Laub oder Rindenmulch unter das Substrat mischt, sorgt für die Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts im Boden. Während der Wachstumsphase kann 14tägig herkömmlicher Volldünger für Blühpflanzen verabreicht werden.

Schaublatt schneiden – muss das sein?

Das Schaublatt muss nicht zwingend geschnitten werden. Dennoch sind einige Pflegemaßnahmen notwendig, um die Schönheit und Blühfreude der Pflanzen zu erhalten. Die Blüte wird gefördert, wenn Verblühtes regelmäßig entfernt wird. Im Frühling, oder auch im Herbst, kann die Pflanze ausgelichtet werden. Verblühte Stängel werden in jedem Fall im Frühling entfernt, damit sich die neuen Blütenstände gut entwickeln können.

» Tipp: Hat sich das Schaublatt zu stark ausgebreitet, schadet ihm auch ein bodennaher Rückschnitt nicht.

Abgeworfenes Laub sollte nicht entsorgt werden, sondern bietet der Pflanze im Winter einen willkommenen Schutz vor starken Frösten. Eine Zierde für den winterlichen Garten sind die von Schnee und Reif bedeckten Samenstände.

Krankheiten am Schaublatt erkennen

Die Pflanzen sind ausgesprochen robust und Krankheiten und Schädlinge sind beinahe ein Fremdwort. Kränkeln die Pflanzen, lässt sich dies meist auf Pflegefehler zurückführen.

Typische Pflegefehler

  • falscher Standort
  • Gießfehler
  • Umpflanzen

Das Schaublatt benötigt einen schattigen bis halbschattigen Standort. Wer die Pflanze in der prallen Sonne platziert, wird wenig Freude daran haben. Fingerspitzengefühl ist beim Gießen notwendig. Der Boden darf nicht austrocknen, aber auch nicht komplett durchnässt werden. Stehen die Pflanzen zu nass, greift dies die Wurzeln an und Wurzelfäule kann die Folge sein. Es wird dann kaum noch möglich sein, die Pflanze zu retten. Der Standort für das Schaublatt sollte mit Bedacht ausgewählt werden. Die Pflanzen vertragen es nicht, umgesetzt zu werden und möchten viele Jahre am selben Standort verbringen.

» Tipp: Damit sich das Schaublatt ausreichend entfalten kann, sollten mindestens 70 Zentimeter Pflanzabstand eingehalten werden.

Grauschimmel

Ein zu enger Stand ist einer der Gründe, die zum Befall mit Grauschimmel führen. Der Pilz kann sich besonders gut ausbreiten, wenn nicht genug Licht an die Pflanzen gelangt. Grauschimmel lässt sich an Blattverformungen und einem grauen Belag auf den Ober- und Unterseiten der Blätter erkennen. Damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet, sollten alle befallenen Pflanzenteile umgehend entfernt werden.

» Achtung: Von Grauschimmel befallene Pflanzenteile dürfen nicht auf dem Kompost entsorgt werden. Der Pilz würde sich dort ungehindert ausbreiten. Verbrennen Sie die Abschnitte oder entsorgen Sie sie über den Hausmüll.

Grauschimmel entsteht bei zu viel Feuchtigkeit und unzureichender Luftzirkulation. Auch stickstoffhaltige Dünger begünstigen den Befall.

Schaublatt überwintern

Die Pflanzen kommen in der kalten Jahreszeit gut zurecht. An das raue Klima in den Gebirgsregionen des Himalaya gewöhnt, kann das Schaublatt als winterhart bezeichnet werden. Es wird kein zusätzlicher Winterschutz benötigt. Allein junge Pflanzen sollten in ihrem ersten Standjahr eine Abdeckung aus Laub oder Reisig erhalten. Wer abfallendes Laub nicht entsorgt, schafft der Pflanze einen natürlichen Winterschutz.

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